Stadt Taunusstein

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Bebauungsplan-Entwurf „Heinrich-Hertz-Straße“ Satzungsbeschluss in Vorbereitung
08.03.2018
Bebauungsplan-Entwurf „Heinrich-Hertz-Straße“ Satzungsbeschluss in Vorbereitung

Magistrat, Ortsbeirat und Fachausschüsse haben den Abwägungsvorschlägen und der Satzungsvorlage zum Bebauungsplan zugestimmt und die Unterlagen zur weiteren Beratung in die Stadtverordnetenversammlung überwiesen.

Es obliegt der Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der städtischen Planungshoheit, die öffentlichen und privaten Belange abzuwägen und den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

In der Öffentlichkeitsbeteiligung sind zahlreiche private Anregungen eingegangen, die gewürdigt, themenbezogen beantwortet wurden und zum großen Teil Eingang in die Begründung und weiteren Unterlagen gefunden haben.

In seinen Festsetzungen bleibt der Bebauungsplan-Entwurf, in der Form wie er öffentlich ausgelegt wurde, unverändert.

Damit sollen auch die Höhen-Festsetzungen des Entwurfs mit den Stufen von 15, 20 und 22m über dem jeweiligen Bezugspunkt unverändert bleiben.

Einem Beschluss als Satzung und damit Baumöglichkeiten für die betroffen Eigentümern, steht damit seiner Auffassung nach nichts im Wege, berichtet Sandro Zehner.

 

Hintergrund

Anlass für die Planung war der Wunsch der hier ansässigen Firma Brita ihren Standort auszubauen.

Am Firmensitz Taunusstein-Neuhof soll zeitnah die gewachsene Verwaltung konzentriert werden. Die Bürogebäude sollen neben der Hauptverwaltung Heinrich-Hertz-Straße 1 entstehen. Das Unternehmen will außerdem im bestehenden Gebäude Heinrich-Hertz-Straße 4 die Forschung und Entwicklung konzentrieren. Dazu soll die dortige Produktion mit dem Logistikcenter an einen verkehrsgünstigen neuen Standort verlagert werden.

 

Planungsrecht

Der bisherige B-Plan ‚Triebgewann‘ von 1974 entspricht in diesem Bereich nicht mehr den aktuellen Erfordernissen, so dass eine Überplanung notwendig wurde.

Die Stadt Taunusstein verfolgt mit der Planung auch ihr grundsätzliches Ziel aus der ‚Strategie der Stadtentwicklung‘, Gewerbestandorte zu sichern und den heutigen Erfordernissen anzupassen. Im Sinne des städtischen Einzelhandelskonzeptes ist Einzelhandel hier nicht zulässig, sondern der Standort ‚Heinrich-Hertz-Straße‘ bleibt dem produzierenden Gewerbe, dem Handwerk und sonstigen gewerblichen Nutzungen vorbehalten. Erforderlich war auch, das Baufenster für das bestehende Hotel in der Heinrich-Hertz-Straße 2 zu ändern und Baumöglichkeiten zur Straße hin zu schaffen, da nach hinten ein Leitungsschutzstreifen eine bauliche Erweiterung verhindert. Die Betreiber der Hotels wünschen sich eine Erweiterung des Gebäudes.

Weiterhin wird an der Limburger Straße die Fläche des bestehenden Geh- und Radweges planungsrechtlich gesichert. Festsetzungen zum Immissionsschutz werden hier erstmals getroffen.

Nicht zuletzt werden auch zahlreiche Festsetzungen getroffen, die den aktuellen Erkenntnissen des Naturschutzes Rechnung tragen, wie eine großzügige Eingrünung, Erhalt von alten Eichen und selbstverständlich Ausgleichsmaßnahmen für den Artenschutz u.a. für das mögliche Vorkommen der Äskulapnatter.

 

Veränderungen

Bürgermeister Zehner freut sich, obwohl das Logistik-Center definitiv nicht nach Taunusstein kommt, dass Brita nun am Standort investieren will. Wenn die Hauptverwaltung neben dem Gebäude Heinrich-Hertz-Straße 1 erweitert werde, werden Arbeitsplätze in Taunusstein geschaffen. „Klar ist, dass Veränderungen nicht jedem Nachbarn gefallen“, weiß Sandro Zehner, „aber auch bislang besteht schon ein Gewerbegebiet, das nun zeitgemäß entwickelt werden kann.“ Objektiv betrachtet „gibt es auch viele Verbesserungen für die Nachbarschaft. Der LKW-Verkehr - beispielsweise - bleibt dauerhaft aus der Limburger Straße draußen“ erläutert Zehner. Der entsprechende Verkehrsversuch sei erfolgreich verlaufen, die Entlastung von LKW-Verkehr deutlich und die Verkehrsregelungen wurden daher Ende 2017 dauerhaft angeordnet. Das Gewerbegebiet Heinrich-Hertz-Straße und Georg-Ohm-Straße ist gut von oben über die B 417 angebunden.

 

Abschluss

Nach dem Satzungsbeschluss muss der Bebauungsplan „Heinrich-Hertz-Straße“ noch öffentlich bekannt gemacht werden und tritt somit in Kraft. Damit kann ein anspruchsvolles B-Plan-Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden.

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