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Beratungsfolge

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Text für Verwaltungsmitteilung

Der Antrag der DRS 21/200 betrifft zahlreiche Themen, die in der Stadtverwaltung Taunusstein überwiegend bereits in Bearbeitung und Umsetzung sind. Die sich aus dem Antrag ableitbaren und sachlich erforderlichen Maßnahmen bedürfen in der Regel weiterer Datenerhebung, Untersuchung und Planung, die bereits angestoßen bzw. beauftragt wurden. Erst nach Auswertung der Ergebnisse dieser Planungen und Datenerhebungen können konkrete Maßnahmen ergriffen werden, die in den Haushalten ab 2023 ihren Niederschlag finden werden. Die vorliegenden Sachstände zu den einzelnen Themen lauten wie folgt:

Im GFNP sind die amtlich festgestellten Überschwemmungsgebiete bereits dargestellt. Die Neuausweisung weiterer Überschwemmungsgebiete obliegt den Wasserbehörden. Überschwemmungsgebiete werden in der verbindlichen Bauleitplanung berücksichtigt. Die Überschwemmungsgebiete sind auch im Bürger-Kartenportal der Taunussteiner Webseite eingetragen. Dazu finden sich auf der Taunussteiner Webseite am äußersten rechten Rand runde, graue Symbole, von denen das zweite von unten zum interaktiven Stadtplan führt. Hier findet sich auf der linken Seite ein Menü, welches unter „Karten“ hinter einem runden Symbol mit einem Baum und einem Wassertropfen das Menü „Natur und Umwelt“ versteckt. Hier findet sich auch die Möglichkeit, die Überschwemmungsgebiete für 100-jährige Hochwasser einzublenden. Diese wurden im Jahr 2000 durch das Regierungspräsidium Darmstadt festgelegt. Mittlerweile gehen wir jedoch davon aus, dass hundertjährige Hochwässer häufiger als alle 100 Jahre auftreten.

Die Stadt Taunusstein hat beim HLNUG bereits die Erstellung von Fließpfadkarten beantragt. Aufgrund der hohen Nachfrage, werden diese wohl aber nicht kurzfristig zur Verfügung stehen.

Für die generelle Entwässerungsplanung bilden Kanalnetzberechnungen zum Nachweis der gefahrlosen Ableitung von Schmutz- und Regenwasser und der Einhaltung zulässiger Belastungen durch Regenwassereinleitungen in Gewässer eine wichtige Grundlage. Die öffentliche Kanalisation ist auf Normalregenereignisse ausgelegt. Ausgangspunkt für die Berechnung der Dimensionierung der öffentlichen Kanalisation und Regenbecken ist ein Regenereignis mit einer in den technischen Regelwerken definierten Intensität, welches statistisch in gewissen Zeitabständen wiederkehrt. Die Bemessung und der Nachweis von Rückhalteräumen erfolgen nach dem im Jahr 2001 herausgegebenen Arbeitsblatt DWA-A 117. Hierfür werden Verfahren angewandt, welche den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Bei Unwettern mit Niederschlagsmengen, die deutlich über den angenommenen Werten liegen, kann es trotz baulicher Maßnahmen dennoch zu Überschwemmungen kommen. Eine Dimensionierung anhand des schlimmsten anzunehmenden Ereignisses wäre finanziell nicht vertretbar. Die Gebührenlast für die Bürger wäre nicht mehr bezahlbar.

Aktuell werden seitens der Stadt und der Stadtwerke Taunusstein Bestandsdaten bzw. Bestandsanalysen vervollständigt, gesammelt und aufbereitet. Hierzu sind weitere umfangreiche Vermessungsarbeiten notwendig. Im Anschluss wird eine sogenannte Gefahrenanalyse durchgeführt. Was kann wo passieren? Hydraulische Berechnungen, Angaben von Fließtiefen und Fließgeschwindigkeiten vervollständigen die Gefahrenanalyse. Als weiterer Schritt erfolgt eine Gefahren- und Risikobewertung: Auf Basis der ersten beiden Schritte nach dem Gefährdungsszenario werden Objekte, Bereiche und Infrastrukturen mit zugehörigen Schadenspotential ermittelt: „was darf wo nicht passieren“. Der letzte und entscheidende Schritt ist die konzeptionelle Maßnahmenentwicklung: Risikoreduzierung mit betroffenen Akteuren besprechen, Verhaltensregeln werden erarbeitet und in eine „Integrale Strategie“ umgesetzt.

Die Stellungnahme zum Themenkomplex Feuerwehr / Katastrophenschutz findet sich in Anlagen zu dieser Verwaltungsmitteilung.

 

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Anlagen

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