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Text für Verwaltungsmitteilung

 

Die Stadtverordnetenversammlung beauftragte die Verwaltung in der Sitzung vom 22.09.2021 zu prüfen, ob die Stadt Taunusstein eine geeignete Fläche für die Errichtung einer Hundewiese zur Verfügung stellen kann. Die unten dargestellten Informationen beinhalten neben der Definition einer Hundewiese, erforderliche Aufwendungen für Herstellung und Unterhaltung, die Notwendigkeit zur Festlegung von Nutzungsbedingungen und die weitere Vorgehensweise zur Umsetzung des Prüfauftrages.

 

Allgemeine Informationen

Unter einer Hundewiese versteht man einen eingezäunten Bereich, in dem sich Hunde im öffentlichen Raum ohne Maulkorb und Leine aufhalten und spielen können. Speziell in dicht bebauten Gebieten sind Hundewiesen eine Möglichkeit Hunden genügend Auslauf zu bieten. Kriterien für die Eignung der Fläche sind Erreichbarkeit und Attraktivität für Hunde und Besitzer, die Einbindung des Areals in die Umgebung sowie die Berücksichtigung des möglichen Störpotenzials für die umgebende Wohnbebauung. Zur Ausstattung gehören eine stabile ca. 1,6 m hohe Umzäunung mit Eingangstür, schattenspendende Bäume und Sträucher, mehrere Mülleimer, Beutelspender und Hundenäpfe sowie Sitzgelegenheiten und Hinweisschilder mit Verhaltensregeln. Zudem sind Parkmöglichkeiten von Vorteil

Vorgaben bzw. Richtwerte, wie groß eine Hundewiese sein sollte, sind nicht definiert.  Hier können Beispiele von Hunde(spiel)wiesen aus anderen Kommunen Anhaltspunkte zum Flächenbedarf bieten. Für den vorliegenden Sachverhalt wurde die Stadt Eschborn als Vergleichskommune herangezogen. Eschborn ist eine Stadt mit 21.641 Einwohnern im südhessischen Main-Taunus-Kreis. Im Jahr 2020 wurde nach einer vorherigen Testphase eine eingezäunte Hundewiese mit einer Gesamtfläche von 4.700 m² eröffnet.

Aufwand

Herstellungsaufwand

Der Herstellungsaufwand ist von den lokalen Gegebenheiten (u.a. Bodenbeschaffenheit, eine notwendige Bepflanzung, Umzäunung, gegebenenfalls Parkgelegenheiten…) und dem Ausstattungsumfang der Hundewiese abhängig. Eine Kostenschätzung ist erst möglich, wenn geeignete Flächen benannt werden können.

Unterhaltungsaufwand

Die laufende Unterhaltung betrifft u.a. die Instandhaltung und Betreuung der Fläche wie Mäharbeiten, Entsorgung der Hinterlassenschaften, Kontrolle und Befüllung der Beutelspender sowie Wartungs- bzw. Verbesserungsarbeiten. Des Weiteren können Aufwendungen für Personal oder externe Dienstleister hinzukommen. 

 

Rahmenbedingungen zur Nutzung

Im Vorfeld der Inbetriebnahme sind Rahmenbedingungen festzulegen, die eine geordnete Nutzung der Hundewiese sicherstellen. Hierbei sind insbesondere folgende Themenfelder abzustecken:

  • allgemeine Sicherheitsregeln
  • Haftung und Haftungsausschluss
  • Regelung der Zugangskontrolle
  • Sauberkeit und Platzpflege

Die konkrete Festlegung der Nutzungsrahmenbedingungen richtet sich auch nach den Gegebenheiten der Fläche und ist den Nutzern in geeigneter Weise bekannt zu machen.

 

Weitere Vorgehensweise zur Umsetzung des Prüfauftrages

In Taunusstein sind aktuell 2.119 Hunde angemeldet (Stand: 02.11.2021).

 

Schritt 1- Flächenangebot

Für die Einrichtung einer Hunde(spiel)wiese im Stadtgebiet, wird von der zuständigen Fachabteilung nach potenziellen Flächen zwischen 2.000 – 5.000 qm gesucht.

Sind potenzielle Flächen gefunden, erfolgt eine Prüfung durch die Fachabteilungen z.B. die natur- und umweltfachlichen Aspekte betreffend.

Schritt 2- Bürgerbeteiligung

Im weiteren Vorgehen ist es wünschenswert den Bedarf einer Hundespielwiese in einem Bürgerbeteiligungsprozess abzufragen. Dies kann über die städtische Bürgerdialogplattform erfolgen. Hierbei sollte im Vorfeld eine geeignete Fläche für eine mögliche Hundespielwiese gefunden worden sein, um auf einen Bedarf reagieren zu können.

Schritt 3 – Beschlussvorlage

Nach Zusammenstellung der Ergebnisse aus den oben beschriebenen Maßnahmen zur Umsetzung, wird den städtischen Gremien im ersten Quartal 2022 eine Beschlussvorlage zur Entscheidung vorgelegt.

 

 

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