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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag
  1. Der Errichtung einer Pumptrack-Anlage in Taunusstein und der damit verbundenen Kosten in Höhe von rund 300.000 EURO, wird zugestimmt.
  2. Der Prüfung einer Realisierung auf der Fläche Flur 17, Flurstück 22/13 in Bleidenstadt, wird zugestimmt.
  3. Einer Planung und Umsetzung der Pumptrack-Anlage unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, im Sinne des Aktionsplanes der Kinderfreundlichen Kommune, wird zugestimmt.
  4. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden, vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung durch die Aufsichtsbehörde, bereitgestellt.
  5. Die Vorlage wird über den Ausschuss für Generationen, Kultur und Ehrenamt, an die Stadtverordnetenversammlung zur endgültigen Beschlussfassung überwiesen.
  6. Der Ortsbeirat Bleidenstadt erhält die Vorlage zur Kenntnisnahme.
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Sachverhalt

Pumptracks sind geschlossene Rundkurse mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen. Die Geschwindigkeit wird beim Befahren der Strecke ausschließlich mit Gewichtsverlagerung und gezielten Zieh- und Drückbewegungen aufgebaut. Hierbei werden die motorischen Fertigkeiten geschult und die Entwicklung koordinativer Fähigkeiten positiv beeinflusst. Je nach Art des Pumptracks, ist dieser auch mit Skateboard, Longboard, Inlineskates oder Scooter befahrbar.

 

Im Sommer 2021 wurde temporär ein mobiler Pumptrack am Jugendzentrum Koop in Hahn errichtet. Nach der durchweg positiven Resonanz von Kindern, Jugendlichen und auch der Eltern, wurde das Projekt verlängert und als Erfolg gewertet. Mit der Errichtung einer festen Pumptrack-Anlage kann das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche in Taunusstein ergänzt und aufgewertet werden. Ihnen wird vor Ort die Möglichkeit geboten, ihren Sport auszuüben, ohne lange Wegstrecken nach Wiesbaden oder Umgebung auf sich nehmen zu müssen. Die Kinder und Jugendlichen können ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und präsentieren. Zudem kann durch die gemeinsame Aktivität ein Treffpunkt verschiedener Altersklassen entstehen, der zu einem konstruktiven Miteinander beiträgt.

 

Verwaltungsintern wurden die verschiedenen Rahmenbedingungen für die Errichtung einer Pumptrack-Anlage geprüft.

 

 

Standort

 

Bei der Standortsuche wurden insbesondere folgende Punkte berücksichtigt:

-          eine gute Infrastrukturanbindung, zur besseren Erreichbarkeit von Kindern und Jugendlichen

-          eine Fläche, die als Rückzugsort dient

-          Vermeidung von Konfliktpotenzial mit Anwohnern, Erholungssuchenden oder landwirtschaftlichem Verkehr

-          mögliche Anbindung an bereits bestehende Sport- / Spielanlagen

 

Nach Prüfung und unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Kriterien, erfüllt die Fläche zwischen Volleyballfeld und Skateranlage, oberhalb des Gymnasiums in Bleidenstadt (Flur 17; Flurstück 22/13, siehe Anlage 1), die Anforderungen für die Errichtung einer festen Pumptrack-Anlage. Da der Rheingau-Taunus-Kreis Eigentümer der Fläche ist, sind weitere Abstimmungen zu einer möglichen Realisierung erforderlich.

 

Im Zuge der Flächenprüfung, wurde seitens der Abteilung Stadtentwicklung eine erste naturschutz- und immissionsschutzrechtliche Einschätzung über die vorliegenden Gegebenheiten formuliert. Die wichtigsten Punkte der Einschätzung werden hier noch einmal verkürzt aufgeführt:

 

Immissionsschutzfachliche Einschätzung

Die Einrichtung eines Pumptracks wird nach der Freizeitlärmrichtlinie beurteilt. Eine fundierte Aussage, ob die vorgeschriebenen Werte eingehalten werden können, kann abschließend nur durch ein Fachgutachten geklärt werden. Eine erste Einschätzung der Abstände und der geplanten Nutzung lässt jedoch die immissionsschutzrechtliche Genehmigungsfähigkeit realistisch erscheinen.

 

Naturschutzfachliche Bewertung

Aus naturschutzfachlicher Sicht eignet sich das Gelände gut für die Einrichtung eines Pumptracks, da die Fläche bereits versiegelt ist und Freizeitnutzungen zusammengeführt werden könnten. Aufgrund der Schranke an der Theodor-Heuss-Straße ist nicht damit zu rechnen, dass die zusätzliche Freizeitnutzung zu erhöhtem Autoverkehr im Außenbereich führen wird. Außerhalb der Schulzeiten bietet der Parkplatz des naheliegenden Gymnasiums ausreichend Platz für die mit dem Auto anreisende Pumptrack-Besucherinnen und Besucher. Die Errichtung einer Pumptrack-Anlage könnte sogar dafür sorgen, dass eine unerlaubte Nutzung der „freien Natur“ unterbleibt und Risiken für die Sportler in den trockenheitsgeschädigten Wäldern vermieden werden können.

 

Wasserrechtliche Einschätzung

Der geplante Pumptrack befindet sich in der Wasserschutzzone III des Tiefbrunnens Wachhecken und der Wasserschutzzone III der Taunusgewinnungsanlage Wiesbaden.

Den Bauakten ist zu entnehmen, dass beim Bau des Volleyballfeldes, also einer vergleichbaren Freizeiteinrichtung, eine Verlegung aus der angrenzenden WSZ II in die WSZ III vorgenommen werden musste, um dem Grundwasserschutz zu entsprechen. 2002 schrieb dazu der Vertreter der Unteren Wasserbehörde „Sofern die Sportanlage (also das Beachvolleyballfeld) außerhalb der Zone II zu liegen kommt, bestehen hierzu keine Bedenken.“ Es kann also davon ausgegangen werden, dass der Standort in der WSZ III aus wasserrechtlicher Sicht in Frage kommt.

 

Vorbehaltlich der positiven Prüfung durch andere Stellen, bringt der Standort Flur 17; Flurstück 22/13 in Bleidenstadt die besten Voraussetzungen für die Umsetzung des Vorhabens mit.

 

Pumptrack-Anlage

 

Nach Sondierung der unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten einer Pumptrack-Anlagen (Erdpumptrack, mobile Pumptracks aus Fiberglas/Holz, Modulare Pumptracks aus Beton und Asphalt Pumptracks) stellte sich die Variante des modularen Pumptracks aus Beton und die Asphalt-Variante als besonders geeignet heraus. Ausschlaggebend hierfür sind zum einen die vielseitige Nutz- und Befahrbarkeit (auch bei schlechten Witterungsverhältnissen), zum anderen eine bessere Haltbarkeit gegenüber den anderen Varianten.

Die Einschätzung basiert auf Erfahrungswerten, die mit dem Einsatz eines mobilen Pumptracks aus Fiberglas/Holz, im Zuge der Jugendarbeit am Koop in Taunusstein, gesammelt wurden.

 

Hochrechnung der Kosten

 

Für die Projektierung des Vorhabens wird mit Planungskosten in Höhe von ca. 40.000 EURO für das Haushaltsjahr 2022 gerechnet. In Abhängigkeit einer erforderlichen Flächennivellierung können Bau- und Errichtungskosten in Höhe von bis zu 260.000 EURO im Haushaltsjahr 2023 anfallen. Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf ca. 300.000 EURO. 

 

Pumptracks in Beton- oder Asphaltvarianten sind langlebig und wartungsarm, wodurch die laufenden Unterhaltskosten gering sind. Langfristig ist mit nutzungsbedingten Ausbesserungsarbeiten an der Deckschicht zu planen.

Werden neben der Pumptrackstrecke auch Grünflächen in der Anlage miteingeplant, sind an dieser Stelle mit Kosten für die Grünpflege zu rechnen. Diese sind von der Größe der entstehenden Grünflächen abhängig.

 

 

 

 

 

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Finanz. Auswirkung

Die Haushaltsgenehmigungen liegen noch nicht vor. Die finanziellen Mittel werden über die Änderungsliste eingestellt.

 

x

Ja

 

 

Nein

 

 

 

 

Ergebnishaushalt

Finanzhaushalt

 

(bitte entsprechendes ankreuzen)

 

X

 

Produktbezeichnung:

1.6.3.03

 

Sachkonto:

699300

 

Maßnahmennummer und -bezeichnung:

Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

 

Gesamtverfügbarkeit:

 

1

Gesamtausgaben HH-Mittel

(Aufwendungen im Deckungskreis mit Ermächtigungen):

EUR

 

 

2

Mehreinnahmen

(Mehrerträge im Deckungskreis mit Ermächtigungen):

EUR

 

 

3

Ansatz

(Sachkonto):

EUR

 

 

4

Ermächtigungen

(Sachkonto):

EUR

 

 

5

Verpflichtungsermächtigungen

(bei Vorlagen über das HH-Jahr hinaus)

EUR

 

 

Jährliche Folgekosten der Gesamtmaßnahme

(evtl. vorlagenübergreifend)

17

Folgekosten I

(Verbrauchs-, Gebäudeunterhaltungs-, Verwaltungs-, Personal-und sonstige Kosten)

EUR

 

18

Folgekosten II und III für Vorlagen im Finanzhaushalt

(kalk. Zinsen - Gesamtkosten x 0,5 x 4 %

und kalk. Abschreibung – Gesamtkosten : Nutzungsdauer - )

EUR

Jährliche Abschreibung 17.333,33 €

jährliche kalk. Zinsen (Durchschnitt) 5.200 €

(Summe 22.533,33 €)

19

Erlöse I

(Mieten, Pachten, Kostenerstattungen, Zuschüsse)

EUR

 

20

Erlöse II für Vorlagen im Finanzhaushalt

(jährliche Auflösung von Sonderposten)

EUR

 

21

Summe der Folgekosten (17+18-19-20):

EUR

 

Leistungskategorie

Finanzierung

Gesetzliche Verpflichtung

Vertragliche Verpflichtung

Verpflichtung basiert auf Gremienbeschluss

Freiwillige Leistung

vorlagen- bzw. maßnahmenbezogene Einzahlungen/Erträge

allgemeine Deckungsmittel

Bemerkungen / Stellungnahmen (falls erforderlich)

Finanzmanagement

Rechnungsprüfungsamt

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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