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Beschlussvorlage - DRS. 21/256

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag
  1. Das Klimaanpassungskonzept für die Stadt Taunusstein vom Oktober 2021 (Anlage 1) wird beschlossen. Es wird als städtebauliches Teilkonzept in der Bauleitplanung, in der Verkehrsplanung, bei der Planung der Versorgungsinfrastruktur und bei sonstigen Planungen berücksichtigt.
  2. Als Ziele des Klimaanpassungskonzeptes (siehe Seite 5) werden beschlossen:

(1) Durch die Erarbeitung und regelmäßige Fortschreibung eines Klimaanpassungskonzeptes werden Leitlinien und Maßnahmen erarbeitet, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen.

(2) Maßnahmen zur Klimaanpassung werden als fachliche und informelle Planungsgrundlage in alle städtischen Entscheidungs- und Verwaltungsprozesse eingebunden.

(3) Durch die Beteiligung aller betroffener Handelnder und der Bevölkerung werden diese für das Thema sensibilisiert und bei wichtigen Entscheidungs- und Entwicklungsschritten einbezogen. Maßnahmen, die sich gezielt an die Bevölkerung wenden (z. B. Hilfe zur Selbsthilfe bei Starkregenereignissen) werden prioritär umgesetzt.

  1. Die Maßnahmenvorschläge des Klimaanpassungskonzeptes mit seinen Teilen Bevölkerungs-/Zivilschutz, Stadtplanung/Städtebau, Grünflächen/Stadtgrün, Mobilität/Verkehr, Forst/Wald, Wasser, Boden und Biotop- /Artenschutz sowie die allgemeinen Maßnahmenvorschläge werden beschlossen.
  2. Der Magistrat wird beauftragt, das Klimaanpassungskonzept koordiniert umzusetzen. Im Rahmen kommender Haushaltsberatungen ist über die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen zu entscheiden.
  3. Die Maßnahmen sind vorrangig im Rahmen der laufenden Investitionen, beispielsweise im Straßenbau und im Rahmen der Straßenerneuerung, bei Bauleitplanungen oder sonstigen baulichen Maßnahmen, auch von Dritten zu realisieren. Darüber hinaus sind im Rahmen der regelmäßigen Haushaltsberatungen Mittel für die Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes zu melden. Dabei sind die Fördermöglichkeiten auszuschöpfen sowie eine finanzielle Beteiligung Dritter anzustreben.
  4. Die städtischen Gremien erhalten alle zwei Jahre einen Sachstandsbericht zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes, beginnend im Jahr 2024. Darüber hinaus ist den städtischen Gremien alle sechs Jahre eine Fortschreibung des Konzeptes vorzulegen.
  5. Die Vorlage wird über den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität an die Stadtverordnetenversammlung zur endgültigen Beschlussfassung überwiesen.
  6. Die Vorlage wird an die Ortsbeiräte und den Seniorenbeirat zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

 

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Sachverhalt

 

Starkregenereignisse, Gewitter, Stürme, Hitzewellen und die daraus resultierende Trockenheit sowie Überflutungen machen zunehmend deutlich, dass mit dem Klimawandel Veränderungen in den Wetterphänomenen einhergehen, die Herausforderungen für alle Lebensbereiche in Taunusstein mit sich bringen.


 

Das Klimaanpassungskonzept steht daher im Kontext der Bemühungen der Stadt Taunusstein, eine nachhaltige und klimaresiliente Entwicklung anzustoßen. Damit steht das Klimaanpassungskonzept neben dem Energie- und Klimaschutzkonzept 2050, dem Wasserkonzept der Stadtwerke und dem neuen (Bürger-)Waldkonzept und komplementiert damit die Anstrengungen der Stadt Taunusstein, im Bereich der Klimaanpassung einen Beitrag zur Sicherung der Lebensgrundlage in Taunusstein in Zeiten sich ändernden Klimas zu leisten.

Mit einem Leitbild, Zielen und Maßnahmenvorschlägen entwickelt das Klimaanpassungskonzept (Anlage 1) einen ersten Handlungsleitfaden für ein umfangreiches Themenspektrum, der mit der Beschreibung von Meilensteinen abgeschlossen wird.

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Anlagen

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