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Text für Verwaltungsmitteilung:

Beschluss:

 

Der Magistrat wird gebeten, der Stadtverordnetenversammlung den aktuellen Stand der Realisierung des Handlungskonzepts Radverkehr aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2030 der Stadt Taunusstein sowie einen Zeitplan für die weitere Umsetzung der bisher nicht erfolgten Maßnahmen dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität vorzulegen, um den Antrag inkl. Magistratsbericht erneut im Ausschuss zu beraten.

 

Antwort:

 

Das ausgearbeitete Handlungskonzeptes Radverkehr findet seit 2016 Berücksichtigung im Handeln der Verwaltung. Diesbezüglich wurde die personellen Kompetenzen und haushalterischen Mittel kontinuierlich erweitert.

Das in den Maßnahmenkarten des VEP 2030 aufgeführte Radroutennetz wird stetig ergänzt und überarbeitet.

 

Aufgrund der beengten Verkehrsverhältnisse auf der Haupt-Ost-West-Verkehrsachse B275/B54, die nur teilweise eine Radwegeführung parallel zur Bundestraße erlauben, werden die fahrradfreundlichen Alternativrouten (bzw. Nebenstraßen) ein wichtiger Bestandteil des Ausbaus des Radroutennetzes in Taunusstein sein.

Diese werden nördlich und südlich der Aarstraße eingerichtet. Ein wichtiger Bestandteil hier ist die geplante Errichtung einer Fahrradstraße im Bereich der Dornbornstraße, welche ab dem Jahre 2023 zur Umsetzung geplant ist.

Der Ausbau zu fahrradfreundlichen Nebenstraßen trägt zum Aufbau einer durchgängigen und sicheren Radinfrastruktur in Taunusstein bei.

 

Derzeit ist ein weiterer Aus- und Umbau von 3 Querungsstellen in den Stadtteilen Hahn, Wehen und Neuhof im Planungsprozess angestoßen und mit dem Straßenbaulastträger Hessen Mobil final abzustimmen.

Erste Erkenntnisse aus einer vom Ministerium angestoßenen Korridoruntersuchung haben die Realisierung einer Schnellradverbindung zwischen Taunusstein und Wiesbaden aufgrund des ermittelten Pendler-Potentials eingeschränkt. Auf Grundlage dessen findet derzeit noch eine Priorisierung in Zusammenhang mit dem Radhauptnetz von Seiten des Ministeriums bzw. Hessen Mobil statt.

Im Zusammenhang mit dem vom Kreistag beschlossenen Mobilitätskonzeptes wird in Zusammenarbeit mit dem Rheingau-Taunus-Kreis eine Machbarkeitsstudie 2021/2022 angestrebt. Des Weiteren steht die Verwaltung in Kontakt mit Hessen Forst, um das bestehende Waldwegenetz im Stadtwald für den Radverkehr zu attraktiveren.

 

Die ersten Einbahnstraßen wurden im Stadtteil Wehen für den Radverkehr freigegeben. Auf Grundlage dessen und unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse wird die Öffnung der Einbahnstraßen in den anderen Stadtteilen geprüft.

Die Optimierung und Ergänzung der Fahrradabstellanlagen sowie die Errichtung einer Bike and Ride Anlage bei der Umgestaltung des ZOB, wird im Rahmen des Städtebaulichen Konzeptes ZOB Taunusstein geprüft und ausgearbeitet. Das Ergebnis des städtebaulichen Konzeptes und der Vorplanung der Verkehrsanlage wird für Mitte 2022 erwartet. Daraus wird abgeleitet wann und in welchen Umfang Fahrradabstellanlagen realisiert werden können.

 

Die Möglichkeit des Aufbaus eines Fahrradverleihsystems wird 2022 geprüft und bewertet.

 

Derzeit steht die Verwaltung im engen Austausch mit dem Tourismuskoordinator Herrn Carrera, der in einem ersten Schritt die Attraktivierung des Aartalradweges in Angriff genommen hat, so dass dieser voraussichtlich ab dem Jahr 2022 mit neuer Attraktivität beworben werden kann. Die Beschilderung und Kenntlichmachung (z.B. Piktogramme) wird fortlaufend in den nächsten Jahren im kompletten Stadtgebiet überarbeitet und ergänzt. Durch gezielte Kommunikations- und Marketingmaßnahmen muss die Akzeptanz aller Verkehrsteilnehmer füreinander ausgebaut werden, um das bestehende Verkehrswegenetz bestmöglichst zu nutzen und eine weitere Flächenversiegelung zu vermeiden.

 

Eine Übersicht der bisher durchgeführten Maßnahmen, sowie die geplanten Maßnahmen (Zeithorizont bis 2024) befinden sich in der Kartendarstellung im Anhang.

 

Der Verkehrsentwicklungsplan 2030 soll in 2022 evaluiert und fortgeschrieben werden. Haushaltsmittel wurden bei Planungsstelle 2.09.1.01.677500 angemeldet. Derzeit wird der Auftragsumfang mit dem Planungsbüro abgestimmt. Bestandteil der Fortschreibung soll u.a. die Erstellung eines Ladeinfrastrukturkonzeptes sein, um künftigen Herausforderungen hinsichtlich der Ladeinfrastruktur in Taunusstein Rechnung tragen zu können.

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Anlagen:

3
(wie Dokument)
2,9 MB
4
(wie Dokument)
1,9 MB
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