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Text für Verwaltungsmitteilung:

  1. Wie soll die Anbindung mit ÖPNV und Radverkehr erfolgen?

 

Die Bushaltestelle „Asternweg“ wurde bereits im letzten Jahr an diese Stelle provisorisch verschoben und wird voraussichtlich im Jahre 2022 barrierefrei ausgebaut. Bis dato bleiben die derzeit bestehenden Linienverbindungen bestehen. Je nach Bedarf, aufgrund des Ausbaus des Neubaugebietes, werden die Linienverbindungen in den Folgejahren zusammen mit dem RTV neu bewertet und ggf. ausgeweitet.

 

Für den Umgriff des Geltungsbereichs „Weher Acker II“ wurde die Maßnahmen aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2030 geprüft. Nach diesem soll die Geh-/ Radwegelücke zwischen dem Kreisverkehr und dem westlichen Ortsausgang geschlossen werden. Für den Teilabschnitt des Bebauungsplans wird der Beschluss berücksichtigt und straßenbegleitend auf der Verkehrsfläche von Hessen Mobil ein Radweg festgesetzt.

 

  1. Was ist geplant zur Förderung alternativer Verkehrsträger wie e-Mobilität, Carsharing?

 

Eine wesentliche Zielsetzung im städtebaulichen Konzept war der weitestgehend Verzicht auf oberirdische Stellplätze. Mit der Errichtung von Tiefgaragen müssen die Vorhabenträger eine ausreichende Anzahl von Einstellplätzen vorhalten, die über einen Anschluss an Ladestationen für Elektrofahrzeuge verfügen. Der Anteil dieser Einstellplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Einstellplätze muss mindestens 5 Prozent betragen.

 

  1. Was ist geplant im Hinblick auf einen generationenübergreifenden Freizeit- und Spielebereich?

 

Im Konzept „Aartal erleben- das Aartal verbindet“ wurde eine Aufenthaltsfläche mit Spielmöglichkeiten in Neuhof definiert. Desweiteren wird eine Fläche zur Anlage des Bolzplatzes benötigt.

Zurzeit werden Flächen auf ihre Eignung naturschutzfachlich geprüft. Der Suchraum ist als Anlage beigefügt.

Weiterhin wird sich im Quartier eine Begegnungsfläche in Form einer Grünfläche befinden. Für die Ausgestaltung der Fläche können Anregungen aufgenommen werden.

 

  1. Was ist geplant zum Naturschutz bzw. für den Grünbereich, Bewuchs usw.?

 

Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet „Weher Acker“ ist mit Beeinträchtigungen in Natur und Landschaft zu rechnen. Innerhalb des Bebauungsplans wurden Möglichkeiten ausgemacht, diese Beeinträchtigungen zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Dafür wurden verschiedene umweltbezogene Festsetzungen in den Bebauungsplanentwurf aufgenommen. Dazu zählen zum Beispiel:

-          Grünanlage mit mindestens 8 großkronigen Bäume oder 15 kleinkronigen Bäumen und einer Grünfläche mit einheimischen, insektenfreundlichen Wildstaudenpflanzungen oder extensiven Wiesen mit Regiosaatgut

-          Heckenpflanzung und -erhalt in Abgrenzung zur Bebauung am Rosenweg und am Friedhof

-          wasserdurchlässige Oberflächen für Stellplätze, Zufahrten etc.

-          Dachbegrünung aller Flachdächer

-          Dachbegrünung der Tiefgarage

-          eine insektenfreundliche Außenbeleuchtung

-          Fledermausnistkästen

-          die Festsetzung von Straßenbäumen mit großen Baumscheiben sowie an Stellplatzanlagen und in Vorgärten

-          Festsetzungen zu Anpflanzungen in Gärten und der Ausschluss von Schottergärten

-          Zisternen

 

Darüber hinaus wird eine naturschutzrechtliche Kompensation auf der gegenüberliegenden „Schafwies“ geplant. Die Aufschüttung an der Aar lässt keine Ausprägung als typisches Feuchtgrünland zu. Daher sind folgende Maßnahmen geplant, um die Wiese aufzuwerten:

-          Ansaat mit einer Regiosaatgutmischung (Mindestanteil Blumen/Kräuter 30%) oder Sukzession und Mahdkonzept

-          Anpflanzung heimischer, standortgerechter Gehölze in Gruppen als Feldgehölzinseln auf circa einem Drittel der Fläche.

-          Ausbildung feuchter Senken

-          dauerhafte extensive Mahd oder Beweidung

 

Zusammen mit den Vermeidungsmaßnahmen im Baugebiet kompensiert die Ausgleichsmaßnahme an der Schafwiese den Eingriff im vollen Umfang.

 

  1. Wie sollen die Möglichkeiten des Bauplanungsrechtes im Hinblick auf Energieeinsparung genutzt werden?

 

Im vorliegenden verbindlichen Bauleitplan werden keine Festsetzungen explizit zur Energieeinsparung getroffen. Die Festsetzungen erlauben aber weiterhin die Umsetzung verschiedener technischer Maßnahmen zur Energieeinsparung (z.B. Solaranlagen auf den Flachdächern, dezentrale Blockheizkraftwerke bei den Reihenhäusern).

Die Ziele der Bauleitplanung sind nach § 1 Abs. 5 BauGB u. a. darauf ausgelegt, die Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zu berücksichtigen und zu fördern. Hierzu gehören die Nutzung von erneuerbaren Energien sowie die sparsame und effiziente Nutzung von Energie (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung, Förderung von gebäude- und energiesparbezogenen Maßnahmen, Ausrichtung der Gebäude, Wärmedämmung, Verschattung, etc.). Diese Belange finden im städtebaulichen Konzept Berücksichtigung. Die Festsetzungen sichern diese Ziele im Bebauungsplan ab. Allgemeine Klimaschutzerwägungen alleine können nach geltendem Recht allerdings eine bauleitplanerische Festsetzung nicht begründen. Es fehlt an der Gesetzesgrundlage im Festsetzungskatalog nach § 9 Abs. 1 BauGB. Oftmals haben aber zu treffende Festsetzungen gleichzeitig Einfluss auf die Energieeffizienz und –nutzung. Ein gesondertes Gebiet nach § 9 Abs. 1 Nr. 23b BauGB wurde im vorliegenden Bebauungsplan nicht bestimmt, da noch keine Festlegung auf die Energieträger stattfinden soll.

Es greifen hier im Baugenehmigungsverfahren die Regelwerke zur Energieeinsparung (z. B. Gebäudeenergiegesetz GEG).

Zudem wurde Verbindlichkeiten für die Vorhabenträger in Bezug auf die Energieeinsparung im Kaufvertrag geregelt. Ein darüber hinausreichender Regelungsbedarf besteht nicht.

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Anlagen:

1
(wie Dokument)
5,3 MB
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