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Auszug - Sachstandsinformation: 1. zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft "Netzwerk Wohnen RheingauTaunus" und 2. zum Beitritt der Gemeinden Hünstetten und Heidenrod zum Netzwerk Wohnen RheingauTaunus ab 1. Januar 2020  

6. öffentliche Sitzung des Seniorenbeirates Taunusstein
TOP: Ö 8.1.1
Gremium: Seniorenbeirat Taunusstein Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 04.12.2019 Status: öffentlich
Zeit: 15:00 - 16:30 Anlass: öffentliche Sitzung
Raum: Seniorenresidenz "Am Ehrenmal"
Ort: Am alten Sportplatz 43, 65232 Taunusstein-Hahn
DRS. 19/289 Sachstandsinformation: 1. zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft "Netzwerk Wohnen RheingauTaunus" und 2. zum Beitritt der Gemeinden Hünstetten und Heidenrod zum Netzwerk Wohnen RheingauTaunus ab 1. Januar 2020
   
 
Status:öffentlich  
Verfasser:Feix, UtaAktenzeichen:1.2.04.0008
  Bezüglich:
RS. 11/477-06
Federführend:Fachbereich 1; Generationen und Soziales 1.2   
 
Beschluss


Beschluss:

 

 

Sachstandsinformation

1. zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) „Netzwerk Wohnen RheingauTaunus“ und

2. zum Beitritt der Gemeinden Hünstetten und Heidenrod zum „Netzwerk Wohnen RheingauTaunus“ ab 1. Januar 2020

 

1. Das „Netzwerk Wohnen RheingauTaunus“ befindet sich im zweiten Jahr der Interkommunalen Zusammenarbeit mit bisher acht Kommunen. Die Gemeinden Heidenrod und Hünstetten treten der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zum 1. Januar 2020 bei. Nachfolgenden Zeitplan hat das Netzwerk Wohnen RheingauTaunus für den Zeitraum der IKZ-rderung von 2018 bis 2022  aufgestellt.

Bis 2022 sollen in allen zehn beteiligten Kommunen funktionsfähige, qualitätsgerecht arbeitende Wohnberatungsstellen im routinemäßigen Betrieb entstanden sein. Alle beteiligten Kommunen sind auf den gleichen Standard und das gleiche Beratungsniveau zu bringen. Der Aufbau von zwei weiteren Wohnberatungsstellen in den neuen Kommunen bei laufendem Betrieb der bisherigen Beratungsstellen ist eine besondere Herausforderung für die Netzwerkkoordination.

 

Im vergangenen Jahr wurden von den insgesamt 50 Wohnberater*innen der acht Standorte annähernd 4000 ehrenamtliche Stunden im Rahmen ihres Engagements erbracht. Schwerpunkte dieser gespendeten Zeit im Sinne des Gemeinwohls waren Teamsitzungen,
gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen, Recherchen für das Thema Wohnen, Vorbereitung der Beratungen, Durchführung von Veranstaltungen, telefonische Beratung und in der Häuslichkeit sowie die Weiterentwicklung und Optimierung der individuellen Beratungs-abläufe.

 

Zusätzlich wurden im Netzwerk insgesamt 34 Ehrenamtliche als Technikberater*innen in einer zweitägigen Schulung im ZEBRA Geisenheim zu AAL-Lotsen (Fachberater für alltagsunterstützende Assistenzsysteme) ausgebildet. Über das vom Kreis geförderte AAL-Projekt der Technikberatungsstelle der Hochschulstadt Geisenheim wird in Kooperation mit der Wohnberatungsstelle Wiesbaden „BelleWi“ und der Hochschule Harz ein bundesweites Austauschtreffen von Technikberatungsstellen im November 2019 in Wiesbaden durchgeführt.

 

Das Netzwerk Wohnen wurde im Januar 2019 durch den Bund der Steuerzahler Hessen und den Hessische Städte- und Gemeindebund mit dem Spar-Euro ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist eine Prämierung für vorbildliche Leistungen von Kommunen, die in einem besonderen Maß verantwortungsvoll und sparsam mit öffentlichen Geldern umgehen. Der Spar-Euro soll zugleich zu gemeinnützigem Handeln und bürgerschaftlichem Engagement für das Gemeinwohl ermutigen.

 

2. Seit Januar 2018 kooperieren im Netzwerk Wohnen RheingauTaunus (KAG) die Kommunen Aarbergen, Geisenheim, Eltville, Kiedrich, Walluf, Oestrich-Winkel, Taunusstein und Waldems. Diese acht Kommunen werden im Zeitraum 2018 bis 2022 mit einer IKZ-Förderung in Höhe von 100.000 € vom Land Hessen unterstützt.
Aufgrund der Beitritts-anfrage der Gemeinden Heidenrod und Hünstetten zum „Netzwerk Wohnen RheingauTaunus“ stellte die Netzwerkkoordination eine Anfrage nach zusätzlichen Fördermitteln beim Hessischen Innenministerium, die negativ beantwortet wurde.
 

Die Gemeinden Hünstetten und Heidenrod wurden darüber informiert und haben entschieden, auch ohne eine finanzielle Förderung durch das Land Hessen, dem Netzwerk Wohnen RheingauTaunus beizutreten. Hierzu wurde eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung gemäß § 2 Absatz 4 der Kooperationsvereinbarung vom 1. Januar 2018 auf Basis des Konzeptes von 2017 vorbereitet. Diese hat eine eigene Kostenberechnung zur Grundlage r die jährliche Umlage und die zusätzlich entstehenden Aufgaben der Netzwerkkoordination analog der Berechnung aus der bestehenden IKZ, jedoch ohne Förderung. Diese Beitritts-vereinbarung wird am 19. November 2019 von den Bürgermeistern der Gemeinden Heidenrod und Hünstetten und der Stadt Taunusstein unterschrieben.
 

Die bereits im Netzwerk kooperierenden Kommunen können ihren Fundus an Beispielen erfolgreicher Modelle zur Wohnberatung erweitern. Gewonnene Praxiserfahrungen können gegenseitig ausgetauscht und nachgenutzt werden. Durch den Beitritt der weiteren Kommunen werden die Außenwirkung des Netzwerks und sein Image erhöht.

 

Der Seniorenbeirat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.