Stadt Taunusstein

Fragen und Antworten

Was heißt schnelles Internet?

Schnelles Internet bedeutet für den Privat & Geschäftskunden, dass  alle Dienste schnell und komfortabel laufen. Z.B. TV über das Internet, hochauflösende HD Filme ruckel frei streamen, Nutzen von Cloud-Diensten, austauschen von Daten, Bilder etc…

So wird das Internet zum neuen Erlebnis, auch das Arbeiten von zu Hause kann so vereinfacht werden. (Beispiel Homeoffice)

Im Fall Taunusstein heißt das schnelle Internet, Download mit bis zu 100 MBit, Upload bis zu 40 Mbit!

 

 

Was ist Vectoring?

 Vectoring ist ein Datenturbo auf dem Kupferkabel. Dadurch verdoppelt sich das maximale DSL-Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar von 10 MBit/s auf bis zu 40 MBit/s. Das ist besonders wichtig, weil die Menschen das Internet heute aktiv nutzen und immer mehr Fotos, Videos und Musik über das Netz austauschen.

 

Wird ganz Taunusstein versorgt? (wo nicht?)

Einen Ausbau in dem 100% aller Haushalte mit schnellem Netz versorgt werden, ist wirtschaftlich nicht möglich. Man redet immer von 95% die VDSL bzw. Vectoring bekommen können. Randgebiete oder Forst & Aussiedlerhöfe für die, die sehr weite Kupferwege haben, wird sich zwar auch was verbessern, aber nicht jeder kann VDSL bekommen. Im Prinzip kann man aber sagen, dass ganz Taunusstein zukünftig mit schnellem Internet versorgt sein wird. Ausgenommen von der Vectoring-Technologie sind in der Vergangenheit geförderte Ausbau-Bereiche (Niederlibbach) und die Nahbereiche um die Hauptvermittlungsstellen werden aktuell nicht verbessert. Diese „Nahbereiche“ sind aktuell in der Diskussion mit der EU und der Bundesregierung sowie Bundesnetzagentur, dass diese auch zukünftig mit Vectoring ausgebaut werden sollen. Allerdings bleibt zu erwähnen, das in den Nahbereichen bereits in der Vergangenheit auf Grund der kurzen Kupferwege schon oft VDSL möglich war & ist.

 

Woran liegt es, wenn manche Gebiete jetzt nicht „bearbeitet“ werden (z.B. Niederlibbach-Nord)?

Das hat unter anderem eine rechtliche Ursache, in einem Gebiet welches in einem Zeitraum von 7 Jahren mal gefördert ausgebaut wurde (also mit Zuschüssen der Stadt/Kreis/Land), darf erst nach Ablauf der Frist von 7 Jahren hier die Vectoring-Technologie zum Einsatz kommen. Das sind Regelungen die auf Grund von EU und Bundesnetzagentur-Auflagen eingehalten werden müssen.

 

Wie passiert der Ausbau? (Straßen aufreißen, …)

Für den Ausbau des schnellen Internets muss viel passieren, unter anderem müssen von den Hauptvermittlungsstellen Glasfaser bis in die neu überbauten Kabelverzweiger eingeführt werden. Dafür werden natürlich vorhandene Leerrohrsysteme genutzt, sofern vorhanden, ansonsten muss hier auch einiges mit Tiefbau bewältigt werden. Straßen werden i. d. R. nicht aufgerissen, sondern der Tiefbau findet i.d.R. neben der Straße statt, also über Felder, aber auch ggf. über Gehwege. Diese Maßnahmen werden aber immer so schnell wie möglich abgeschlossen, heißt beginnt am Morgen eine Tiefbaumaßnahme vor Ihrem Haus, ist meist schon am selben Abend der Graben wieder zu und das Leerrohr verlegt. Einige der grauen kleinen Kabelverzweigerkästen werden dann mit einem neuen Multifunktionsgehäuse überbaut. Hier kommt dann die Glasfaser rein, sowie aktive Technik und eine Stromversorgung. So wird die Technik näher zu den Kunden gebracht und so lange Kupferwege mit der Glasfaserleitungüberbrückt. Eine Änderung der Leitungen bei den Kunden zu Hause ist NICHT nötig! Hier bleibt alles wie gewohnt! Die Kupferleitung von jeder einzelnen Wohnung bis zum Verteiler / Multifunktionsgehäuse bleibt wie sie ist. Also keine Arbeiten im Vorgarten oder im Haus sind nötig.

 

Wie ist die Zeitplanung?

Was sicher zu 99% sicher ist, die Inbetriebnahme des neuen schnellen Netzes wird noch in diesem Jahr erfolgen. Im Plan steht das 4. Quartal 2016. Im April soll der Spatenstich erfolgen, und der Tiefbau und das Stellen der Kästen sollte bis September abgeschlossen sein. Dann folgt der Aufbau der technischen Komponenten sowie die Einspielung in die Systeme und diverse Testläufe. Dann erfolgt im 4.Quartal die Freigabe und die Vermarktung.

 

Wann gibt es das schnelle Internet?

Plan der Inbetriebnahme ist ca. November/Dezember 2016

 

Warum sind die neuen Versorgungskästen so groß?

Die Kästen sind so groß, weil ein Großteil der Technik, die aktuell nur in den Hauptvermittlungsstellen sitzt, näher an die Kunden ran gebracht werden muss. Das ist nötig um lange Kupferleitungen zu überrücken und das schnelle Internet so nah wie möglich an jeden Haushalt zu bringen. Die neuen Gehäuse beinhalten die alte Kupferaufteilung die wie gewohnt weiter in jedes Haus führen, sowie neu hinzukommende aktive Komponenten, wie z.B. die Glasfaserleitung, eine Computereinheit, sowie einen Wärmetauscher. In den neuen Kästen wird das Lichtsignal wieder umgewandelt auf einen elektronischen Impuls und andersherum, damit die vorhandene Kupferleitung zu Ihnen nach Hause mit den Signalen versorgt werden kann.

 

Wo wird es die neuen Kästen geben, wo bleiben alte bestehen?

Überall im Ausbaugebiet werden neue Kästen entstehen, einige werden aber auch einfach nur mitversorgt, also bleiben so wie sie sind. Sie bekommen nur eine spezielle Kabelanbindung an so einen ausgebauten Kasten. Das ist der Fall, wenn mehrere Kästen sehr dicht beisammen stehen. Dann reicht es i.d.R. aus nur einen oder 2 zu überbauen, die anderen profitieren dann von dem ausgebauten Kasten. Auch stehen diese Multifunktionsgehäuse fast ausschließlich auf öffentlichen Grund.

 

Was muss der einzelne Nutzer tun, um an das schnelle Internet zu kommen?

Jeder Nutzer muss aktiv einen Auftrag zur Umstellung stellen. In einigen Fällen muss auch der Router zu Hause getauscht werden. Die neue Technologie bringt einige Änderungen mit, daher kann nicht einfach so nach Inbetriebnahme jeder automatisch umgestellt werden. Jeder Nutzer /Kunde muss hier selber aktiv werden!

 

Können das schnelle Internet auch die Haushalte nutzen, die kein Telekom-Kunde sind?

Ja, die Telekom investiert hier zwar alleine in das Netz, aber das Netz ist auch offen für andere Wettbewerber – also diskriminierungsfrei. Somit ergibt sich, dass auch Kunden von 1&1, Vodafone etc…. sich hier auf die schnellen Leitungen umstellen lassen können.

 

Kommen automatisch höhere Kosten auf den Nutzer zu?

Nein, in vielen Fällen kann es sogar Einsparungen geben und schnellere Netze! Das ist abhängig davon, je nach dem was für Tarife der einzelne Kunde hat. Viele Kunden zahlen noch für einen Internetanaschluss mit bis zu 16 Mbit oder weniger mit einem ISDN Anschluss monatlich 44,-€ oder mehr. Einen Magenta Zuhause M Tarif gibt es beispielsweise aktuell schon ab 39,-€ monatlich und einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Mbit. Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, der kann sich über die kostenlose Hotline 0800 330 3000, im Telekom Shop oder bei den örtlichen Partnern über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen.

 

Kann ich weiter einen analogen oder ISDN-Anschluss mit dem schnellen Netz buchen?

Nein, das neue Netz basiert auf eine neue Technologie, die ISDN / analoge Technologie kommt aus den 70/80er Jahren, diese Technik ist nicht in der Lage die heutigen Geschwindigkeiten und Anforderungen zu erfüllen. Daher müssen die Anschlüsse auf IP umgestellt werden. IP steht für Internetprotokoll und bedeutet einfach ausgedrückt, das die Telefone nicht mehr wie früher in der Telefondose eingesteckt werden, sondern zukünftig mit dem Router verbunden werden, und somit über die Internetleitung telefonieren. Die IP Telefonie bietet noch viele weitere Vorteile, wie z.B. HD-Voice, wo die Sprachqualität um ein vielfaches klarer und deutlicher wird.

 

Wie werden die Bürger über den Ablauf informiert?

Es wird regelmäßig über den Status Presseberichte auf der städtischen Homepage, facebook und im Taunussteiner Newsletter geben.

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