Stadt Taunusstein

Wehen

Wehener Schloss
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Urkundlich erstmals erwähnt 1227 n. Chr. im Zusammenhang mit dem seinerzeit in Wehen ansässigen Adelsgeschlecht „de Wehena". Unter Graf Gerlach I. wird Wehen 1323 zur Stadt erhoben und mit einer Stadtmauer befestigt. Im weiteren Verlauf entwickelt sich zwischen den Vögten des Klosters Bleidenstadt, Grafen des Hauses Nassau, mit ihrem aufstrebenden Wehen und den Äbten des Klosters und der bisher dort etablierten kirchlichen Macht ein „Ringen um die politische Vorherrschaft an der Oberen Aar", die das Haus Nassau schließlich zu seinen Gunsten entscheiden kann.

1599 wird in Wehen die erste Schule gegründet und auch im Zuge des Wiederaufbaues und der Neubesiedelung nach dem 30-jährigen Krieg gehen die größten Impulse für die Region von Wehen aus.

Der Amtsort für den „Wehener Grund" (grob umrissen zwischen Kirberg, Idstein, Bad Schwalbach und Wiesbaden gelegen) erhält Wehen 1744 eine Poststation (Haltepunkt und Pferdewechselstation der Postkutschen) der Thurn- und Taxischen Post und wird dank Karl von Ibell (nassauischer Staatsmann, geboren im Wehener Schloss, beteiligt an der ersten nassauischen Verfassung von 1814; - wie Emil Erlenmeyer ein bedeutender Wehener Bürger, nach ihm wurde der Erlenmeyerkolben benannt) 1815 erneut Amts- und Verwaltungszentrale. 1942 endet unter dem Nazi-Terror die über 600-jährige Geschichte der jüdischen Cultusgemeinde Wehen.

Wehener Schloss, genutzt unter anderem als Witwensitz und Jagdschloss. Dort befindet sich heute das Taunussteiner Museum und eines von zwei Trauzimmern des Standesamtes.


Evangelische Kirche Wehen, erbaut unter Verwendung von Steinen der alten Stadtbefestigung (Stadtmauer, Obertorturm), mit einem schwarzen Marmoraltar (1722 aus der Schlosskirche Idstein nach Wehen gekommen) und Mobiliar der säkularisierten Klöster Marienhausen und Eberbach.

Ehemaliges evangelisches Pfarrhaus, erbaut 1768, heute Privatbesitz und das 1765 erbaute ehemalige „Herrschaftliche Jagdhaus".

Ehemalige Wehener Schule, erbaut um 1900, ein Bauwerk des Übergangs von der Gründerzeit zum Jugendstil.
Ehemaliges Römisches Kastell Heidekringen, erbaut und besetzt um 110/120 n. Chr. Das kleine Kastell war vermutlich als Provisorium gedacht und wurde nach der Fertigstellung des Steinkastells am Zugmantel bis auf eine Straßenstation „relativ geordnet verlassen".

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