Stadt Taunusstein

Bleidenstadt

Ehemaliges Kloster mit Kirche (heute Pfarrkirche der kath. Pfarrei St. Ferrutius)
Evangelische Kirche (ehemalige kath. Pfarrkirche „St. Peter auf dem Berg
Schafhof (ehemaliger Schafhof des Klosters/Stiftes)
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Als erste urkundliche Erwähnung gilt eine Abschrift der Weihenotiz für die ehemalige Klosterkirche von 812 n. Chr. Das während der Amtszeit des Mainzer Erzbischofs Lullus (754 – 786 n. Chr.) entstandene Benediktinerkloster gilt als „frühestes und bedeutendstes Beispiel mainzerischer Eigenklöster neben Hersfeld" und kann als „Keimzelle der Kultur an der Oberen Aar" angesehen werden. 1495 wurde das Kloster in ein weltliches Ritterstift umgewandelt und 1803 säkularisiert. Bis zum 12. Jahrhundert Mittelpunkt der „kirchlichen und weltlichen Macht" und das Leben der abgabepflichtigen Bevölkerung weit gehend bestimmend, verlor das Kloster nach 1298 zumindest an politischer Dominanz, da der zum Vogt des Abtes bestimmte Graf Gerlach I. in Wehen eine „eigene Machtzentrale" aufzubauen begann und sich letztendlich erfolgreich durchsetzen konnte.

Ehemaliges Kloster mit Kirche (heute Pfarrkirche der kath. Pfarrei St. Ferrutius). Über dem Hauptportal der Kirche die Statue des heiligen Ferrutius (Schutzpatron) aus dem 17. Jahrhundert, im Gebäude ein im Chor eingebauter Wandtabernakel aus Sandstein aus der Zeit der Hochgotik, ein Taufstein von 1696, eine spätbarocke Madonnenfigur und eine mit barockem Umbau versehene Orgel. Im Turm zwei Glocken von 1309 und 1411.

Evangelische Kirche (ehemalige kath. Pfarrkirche „St. Peter auf dem Berg", nach 1530 der neuen protestantischen Gemeinde als Kirche überlassen) mit dem ältesten Steindenkmal des Stadtteils, einer Grabplatte des 1363 verstorbenen Pfarrers Johannes von Spangenberg. Der Turm ist im unteren Teil romanischen Ursprungs und mit einem dekorativen Rosenfenster mit Ornamenten aus Sandstein versehen.

Schafhof (ehemaliger Schafhof des Klosters/Stiftes), erstmals 1495 erwähnt, gilt als ältestes Gebäude und soll vor 700 Jahren erbaut worden sein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wohnte dort der Bodenreformer Valentin Dahmer, „zu seiner Zeit ein berühmter Mann, der mit seiner Tochter Zuflucht vor einer Welt suchte, die seine Ideen nicht verstand". Von 1920 bis 1978 lebte dort die weit über die Grenzen Taunussteins bekanntgewordene Scherenschnittkünstlerin Karola Pierson-Vietor. Die Felsengruppe am Schafhof und der Bergahorn zwischen ihr und dem Bahndamm gelten ebenso als NATURDENKMÄLER wie die Laubhölzer (Berg- und Spitzahorn) an der evangelischen Kirche.
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