Stadt Taunusstein

Einbürgerung

Einbürgerung: Was ist das?
Einbürgerung ist die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit an eine Ausländerin oder einen Ausländer. Sie muss beantragt werden und wird durch Aushändigung einer besonderen Einbürgerungsurkunde vollzogen.
Keine Einbürgerung ist dagegen erforderlich, wenn die deutsche Staatsangehörigkeit mit der Geburt erworben wurde (z.B. wenn ein Elternteil bereits im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit ist).


Einbürgerung: Wie geht das?
Im Regelfall müssen für eine Einbürgerung folgende Voraussetzungen erfüllt sein:


Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis
mindestens acht Jahre Inlandsaufenthalt
Unterhaltsfähigkeit (kein selbstverschuldeter Bezug von öffentlicher Hilfe)
ausreichende Deutschkenntnisse (Zertifikat Deutsch Niveau B 1)
keine Mehrstaatigkeit (Länderabhängig - Ausnahmen möglich)
keine Vorstrafen
Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Grundgesetzes und keine Anhaltspunkte für eine extremistische oder terroristische Betätigung
seit 01.09.2008: Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
Für besondere Fallkonstellationen gibt es auch besondere Einbürgerungsgrundlagen mit zum Teil abweichenden Voraussetzungen; Beispiele hierfür sind Familienangehörige, die zusammen eingebürgert werden sollen, Ausländer mit deutschem Ehepartner, Staatenlose oder heimatlose Ausländer. Über diese Besonderheiten und Ausnahmen von den Regelvoraussetzungen beraten die Einbürgerungsbehörden und die unteren Verwaltungsbehörden.

Das Einbürgerungsverfahren beginnt mit einem Antrag, dem verschiedene Unterlagen beizufügen sind, bei der unteren Verwaltungsbehörde; in Hessen sind das die Gemeinden mit über 7.500 Einwohnern, ansonsten die Landkreise. Sobald die Antragsunterlagen vollständig sind, leitet die untere Verwaltungsbehörde den Vorgang, der sich in einer Datenbank befindet, elektronisch an das jeweilige Regierungspräsidium, die Einbürgerungsbehörde, weiter. Von dort wird ein Gebührenvorschuss – in der Regel in Höhe einer Verwaltungsgebühr von 255 Euro - erhoben sowie Auskünfte bei anderen Behörden (in der Regel Polizei, Bundeszentralregister, Ausländerbehörde Landesamt für Verfassungsschutz) eingeholt. Nach Vorlage aller Stellungnahmen wird dann der Antrag abschließend geprüft, beschieden und ggf. die Einbürgerungsurkunde gefertigt, welche dann von der unteren Verwaltungsbehörde der Antragstellerin oder dem Antragsteller ausgehändigt wird.


Mitzubringende Unterlagen
Hängt jeweils vom Einzelfall ab. Wenden Sie sich bitte zunächst an Ihre Wohnsitzgemeinde / Standesamt. Diese ist für die Erstberatung zuständig.
 

Gebühren
Auskunft erteilt das Regierungspräsidium Darmstadt


Rechtsgrundlage
§ 10 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) (Einbürgerungsanspruch für Ausländer mit längerem Aufenthalt; Miteinbürgerung ausländischer Ehegatten und minderjähriger Kinder)
§ 11 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) (Ausschlussgründe)
§ 12 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) (Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit)
§ 12a Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) (Entscheidung bei Straffälligkeit)
§ 43 Absatz 3 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) (Integrationskurs)
§ 54 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) (Ausweisung im Regelfall)

 

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