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Biosphärenregion Taunus-Rhein-Main in der Diskussion - Lokale Agenda 21 lädt zum Jubiläumskolloqium ein
03.01.2018
Biosphärenregion Taunus-Rhein-Main in der Diskussion - Lokale Agenda 21 lädt zum Jubiläumskolloqium ein

In Würdigung ihres 20jährigen Bestehens im Jahr 2018 veranstaltet die Lokale Agenda 21 Taunusstein

 

am Montag, dem 15. Januar 2018 um 18.00 Uhr

im Bürgerhaus „Taunus“, Alter Saal, Taunusstein-Hahn, Aarstraße 138

 

ein öffentliches Kolloquium zum Thema

„Nachhaltige Entwicklung Taunussteins in der Biosphärenregion?“

 

Für Referate und Podiumsdiskussion konnten wir

Professor Klaus Werk, Hochschule Geisenheim University+ Bürgerstiftung Unser Land Rheingau und Taunus,

Dagmar Söder, Bezirkskonservatorin beim Landesamt fürDenkmalpflege + Bürgerstiftung Unser Land Rheingau und Taunus,

Dr. Wolfgang Ehmke, BUND + Bürgerstiftung Unser Land Rheingau und Taunus, sowie

Sandro Zehner, Bürgermeister von Taunusstein

gewinnen. Sie werden auch Fragen aus dem Publikum beantworten.

 

Die Veranstaltung wird von Hannelore Wiedemann, Redaktion der Rhein-Main-Presse, moderiert.

 

Anlass für die Wahl des Themas ist, dass die Hessische Landesregierung zu Beginn des Jahres 2018 eine Machbarkeitsstudie zur Ausweisung einer Biosphärenregion „Taunus-Rhein-Main“ in Auftrag geben will.

Biosphärenregionen sind von der UNESCO ausgewählte und anerkannte Modellregionen, in denen unter anderem nachhaltige Entwicklung in ökologischer, aber auch in  wirtschaftlicher und sozial-kultureller Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll.

Nachhaltige Entwicklung im Sinne dieser Zielsetzungen strebt die Lokale Agenda 21 auch für die kommunale Entwicklung an. Die Lokale Agenda 21 Taunusstein begrüßt deshalb die Prüfung der Möglichkeiten für die Ausweisung einer Biosphärenregion.

Biosphärenregionen haben drei Hauptfunktionen:

  • Schutz und Erhaltung von Landschaften, Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt,
  • nachhaltige wirtschaftliche und sozial-kulturelle Entwicklung und
  • logistische Unterstützung für Modellprojekte, Umweltbildung, Forschung und Umweltbeobachtung.

 

In Biosphärenregionen müssen im Sinne der Schutz- und Erhaltungsfunktion mindestens 3 % der Fläche als Naturschutzgebiete ohne menschliche Nutzung (Kernzone) und mindestens 20 % der Fläche als Pflegezone mit angepasster Nutzung und Bewirtschaftung ausgewiesen werden.

Während die vorgeschriebene Ausweisung von Kern- und Pflegezonen zum einen oft  als Restriktion und Nachteil angesehen wird, trägt aber zum anderen die nachhaltige Entwicklung zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensqualität bei, und die Kommunen und Unternehmen können das Qualitätssiegel der UNESCO zur Vermarktung in vielen Bereichen nutzen.

Wir gehen davon aus, dass in der Veranstaltung viele wichtige Aspekte zur Chance unserer Region, eine Modellregion zu werden, zur Sprache kommen und sich daraus lebhafte Diskussionen entwickeln.

Im Anschluss ist bei einem kleinen Sektempfang noch Gelegenheit, das Thema zu vertiefen und mit den Akteuren der Lokalen Agenda 21 ins Gespräch zu kommen.

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