Stadt Taunusstein

Stadt Taunusstein
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
29.10.2014
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Informationsveranstaltung der Nachbarschaftshilfe Taunusstein e.V. und der Leitstelle Älterwerden  Taunusstein

 

Vorsorge treffen für weniger gute Zeiten, daran denken leider immer noch viel zu wenige Menschen. Doch wie schnell kann man durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln zu können.
 

Wer wird im Ernstfall Entscheidungen für mich treffen?

Wer wird mich vertreten?
Wer kümmert sich um meine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse?
Wofür soll ich überhaupt Vorsorge treffen?


Diese und andere Fragen behandelt eine gemeinsame Veranstaltung zwischen der Nachbarschaftshilfe Taunussstein e.V. und der Leitstelle Älterwerden der Stadt, die am

Dienstag, den 25.11.2014

von 16:00 - 17:30 Uhr

im „Alten Saal“ des Bürgerhauses Taunus in Taunusstein-Hahn

 

stattfinden wird. Eingeladen sind alle Mitglieder der Nachbarschaftshilfe und alle interessierten Taunussteiner Bürgerinnen und Bürger, die Informationen zum Thema Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Palliativ-Pass für sich oder ihre Angehörigen brauchen. Doris Sattler vom  ambulanten Hospizverein „Auxillium“ in Wiesbaden wird als Referentin zur  Verfügung stehen.

 

Wer seine persönlichen Angelegenheiten aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann,  braucht einen Menschen, der für ihn spricht. Falls hierfür durch eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung  in „guten Zeiten“ keine Vereinbarung  getroffen wurde, wird das Betreuungsgericht im Bedarfsfall eine gesetzliche  Betreuerin oder einen Betreuer zur Vertretung bestellen. Das Gericht prüft in einem solchen Fall, ob die Betreuungsperson vorrangig aus dem Kreis der

Angehörigen ausgewählt werden kann. Ist dies nicht möglich, wird ein familienfremder ehrenamtlicher oder professioneller gesetzlicher  Betreuer bestellt.

 

Bereits im Vorfeld einer gesetzlichen Betreuung hat der Gesetzgeber das rechtliche Instrument der Vorsorgevollmacht geschaffen. Sie ist einer gesetzlichen Betreuung vorgeschaltet und macht  diese im Regelfall überflüssig.  Bei der Vorsorgevollmacht werden ein oder mehrere Personen des Vertrauens benannt, die im Bedarfsfall handeln können. Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte des einzelnen Menschen sind selbst Ehepartner und Kinder nicht automatisch befugt, über ihre Ehepartner oder Eltern zu verfügen, wenn diese nicht mehr in der Lage dazu sind.  Eine automatische Vollmacht für Angehörige  ohne eindeutige Willenserklärung des Betroffenen gibt es nicht. Bei der persönlichen Vorsorgevollmacht  können alle Wünschen und Bedürfnisse schriftlich festgehalten werden. Jeder bestimmt selbst, wie seine Angelegenheiten geregelt werden sollen und bewahrt sich damit ein hohes Maß an Selbstbestimmung.

 

Eine Patientenverfügung  behandelt die Frage, wie die letzte Lebensphase gestaltet werden soll. Sie bietet die Möglichkeit genau festzuhalten, wie in einer Situation, in der nicht mehr selbst entschieden werden kann, medizinisch weiterbehandelt  werden soll und welche lebensverlängernden Maßnahmen möglicherweise nicht mehr stattfinden sollen. In der Patientenverfügung können individuelle Wertevorstellungen und Glaubensüberzeugungen genauso festgehalten werden wie Gedanken darüber, was sich jeder Mensch in seiner letzten Lebensphase erhofft und wünscht.  Wer eine persönliche Patientenverfügung verfasst hat, sollte eine Vertrauensperson benennen, dies auch im Bedarfsfall durchzusetzen.  Dies könnte beispielsweise die in der Vorsorgevollmacht genannte Person sein.

 

Die Veranstaltung am 25.11.2014  wird gemeinsam von der Leitstelle Älterwerden der Stadt Taunusstein (06128-241323)   und der  Nachbarschaftshilfe Taunusstein e.V. (06128 – 740123) durchgeführt. Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

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